Wie nutze ich Naturmaterialien wie Lehm und Kork für nachhaltige Einrichtung?

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Wie nutze ich Naturmaterialien wie Lehm und Kork für nachhaltige Einrichtung?

Beginnen Sie mit den Wänden, denn dort entfaltet Lehm seine größte Wirkung für eine nachhaltige einrichtung. Ein Lehmputz reguliert die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise, bindet Schadstoffe und schafft ein angenehmes Raumklima, das im Sommer kühl und im Winter wärmespeichernd wirkt. Tragen Sie den Putz in mehreren dünnen Schichten auf und glätten Sie die Oberfläche mit einem Reibebrett, während sie noch leicht feucht ist – so entstehen warme, erdige Töne, die je nach Beimischung von Sand oder feinem Splitt variieren. Für Akzente können Sie einzelne Wandflächen mit einem Lehmfarbanstrich versehen, der sich einfach mit Pigmenten abtönen lässt. Wichtig ist, dass der Untergrund tragfähig und frei von Rissen ist, und dass Sie nach dem Auftragen ausreichend Zeit zum Trocknen einplanen, bevor Sie Möbel oder Regale anbringen. Vermeiden Sie dabei den Kontakt mit stehendem Wasser, etwa in Nassbereichen, und versiegeln Sie empfindliche Stellen mit einem natürlichen Wachs oder Leinöl.

Als Ergänzung zu den Lehmwänden eignet sich Kork hervorragend für Böden und als Raumteiler, da er weich, elastisch und dabei erstaunlich robust ist. Verlegen Sie Korkplatten als schwimmenden Boden auf einer sauberen, ebenen Fläche – die einzelnen Elemente lassen sich dank Nut-und-Feder-System ohne Kleber verbinden, was den Austausch einzelner Teile später erleichtert. Für eine besonders nachhaltige einrichtung können Sie auch alte Korken sammeln, zerkleinern und mit einem natürlichen Bindemittel zu dekorativen Wandpaneelen oder Untersetzern pressen. Dieses Material dämpft Trittschall, ist angenehm fußwarm und nimmt kaum Feuchtigkeit auf, wodurch es auch in Fluren oder Küchen eingesetzt werden kann. Schneiden Sie Kork mit einem scharfen Messer oder einer feinen Säge und versiegeln Sie die Kanten mit einem Korkfirnis, um die Oberfläche vor Abrieb zu schützen.  https://coverfactory.de/ , dass das Material nicht mit synthetischen Zusätzen behandelt wurde, und kombinieren Sie es mit Teppichen aus Wolle oder Sisal, um Struktur und Farbe zu variieren.



Um beides stimmig zu verbinden, setzen Sie auf einfache Möbel aus Massivholz, die Sie mit selbst geformten Lehmobjekten und Korkelementen ergänzen. Ein Beistelltisch aus einem groben Holzstamm erhält beispielsweise eine stabile Platte aus gepresstem Kork, während Sie Vasen oder Schalen aus Lehm mit Wasser und etwas Stroh anrühren, formen und an der Luft trocknen lassen – diese Stücke bringen organische Formen in den Raum. Auch Regalbretter lassen sich auf Korkleisten montieren, die als stoßdämpfende Unterlage dienen und gleichzeitig Wärme ausstrahlen. Für das Raumklima ist es hilfreich, offene Lehmflächen mit Korkuntersetzern für heiße Töpfe oder als Wandpaneel hinter dem Herd zu kombinieren, wo Feuchtigkeit und Hitze entweichen können. Denken Sie daran, dass beide Materialien atmen und sich im Laufe der Zeit patinieren – das ist ein Zeichen von Lebendigkeit, nicht von Verschleiß. Wenn Sie also auf kurzfristige Effekte verzichten und auf Langlebigkeit setzen, schaffen Sie eine Umgebung, die sich mit Ihnen entwickelt und dabei Abfälle vermeidet. So wird Ihre nachhaltige einrichtung zu einem ruhigen, haptischen Erlebnis, das jeden Tag neu erzählt, wie einfach Reduktion sein kann.